Die meisten Lebensläufe scheitern nicht an der Qualifikation, sondern an der Darstellung. Diese fünf Fehler sehen wir als Personalberatung jede Woche – und alle fünf sind in unter einer Stunde behoben.
1. Aufgaben statt Ergebnisse. "Zuständig für Debitorenbuchhaltung" sagt nichts über Ihre Leistung. "Debitorenlaufzeit um 12 Tage reduziert" bleibt hängen. Formulieren Sie pro Station mindestens ein bis zwei messbare Erfolge mit Zahlen – das ist der Unterschied zwischen einem Tätigkeitsprotokoll und einem Verkaufsargument.
2. Kein roter Faden. Wenn ein Recruiter nach zehn Sekunden nicht weiß, was Sie können und wohin Sie wollen, weiß es der Fachbereich erst recht nicht. Ein kurzes Profil am Anfang (zwei bis drei Zeilen) löst das Problem.
3. Weiterbildungen verstecken. Bilanzbuchhalter IHK, Fachwirt, Zusatzqualifikationen – das gehört prominent auf Seite eins, nicht ans Ende. Viele Arbeitgeber wissen übrigens nicht, dass IHK-Aufstiegsfortbildungen auf DQR-Niveau 6 formal einem Bachelor entsprechen. Schreiben Sie es dazu.
4. Lücken kaschieren statt erklären. Recruiter finden Lücken immer. Ein ehrlicher Satz ("Elternzeit", "berufliche Neuorientierung", "Pflege eines Angehörigen") wirkt souveräner als kreative Datumsangaben – die fliegen spätestens im Gespräch auf.
5. Ein Lebenslauf für alle Stellen. Die Reihenfolge Ihrer Stichpunkte sollte sich an der Zielposition orientieren. Das dauert 15 Minuten pro Bewerbung und verdoppelt erfahrungsgemäß die Rückmeldequote.
Tipp:
Ein kostenloses Lebenslauf-Muster im bewährten tabellarischen Format finden Sie auf unserer Startseite zum Download.